falstaff rotweinguide 2007/2008
der neue falstaff rotweinguide 2007/2008 ist ab sofort im handel erhältlich. über 1300 weine wurden von der sehr eingegrenzten jury offen verkostet. wie sich jeder vorstellen kann ist die bewertung mehr als subjektiv. auch die winzer selbst müssen viel geld für die bewertung und die nennung in diesem rotweinguide bezahlen. dass das somit kein unabhängiger objektiver guide sein kann ist klar. nochdazu strotzt dieser guide vor ganzseitigen werbungen. also die kosten für die erstellung sind sicherlich mit den einnahmen der zahlreichen inserate gedekt. es geht auch scheinbar hier nur ums geldverdienen. der rotweinguide gibt eine richtung vor. allerdings findet man kaum bekannte namen unter den siegern in den jeweiligen rotwein kategorien. das gibt grund zum nachdenken und nachrecherchieren. weinpapst persönlich verkostet einzeln und bestätigt immer seine subjektive meinung der verkostungsnotizen. die verkoster des rotweinguides allerdings wollen anscheinend immer diverse weingüter mit besonders hohen nennungen herausheben. viele leser bzw nichtsahnende weinliebhaber glauben dass das die “weinbibel” ist - doch all denen sei gesagt. es ist maximal eine richtung. aber ganz sicher keine objektive bewertung und schon gar keine kaufempfehlung für diverse “gewinnerweine” in dem guide. wie sich jeder von euch vorstellen kann ist eine offene bewertung höchst subjektiv und kann keinesfalls eine breitere meinung repräsentieren. darum soll sich jeder selbst seine meinung bilden. auch die bewertungspunkte im aktuellen rotweinguide sind definitiv unter den bewertungen der vorherigen rotweinguides der letzen jahre. das hat wahrscheinlich mit dem nicht ganz so tollen österreichischen rotweinjahr 2005 zu tun. obwohl viele winzer tolle weine produziert haben gibt sich falstaff sehr karg mit punktebewertungen (laut erster recherche gibt es 2005 keinen rotwein über 95 punkte!?. in diesem guide. das ist nicht gerade eine positive bewertung für winzer die wirkliche spitzenweine in diesem jahr produziert haben. sie hätten sich auf jedenfall den einen oder anderen punkt mehr verdient!). der nichts ahnende weinneuling glaubt dadurch das wir in österreich scheinbar keine spitzen weine haben. das ist laut weinpapst nicht unbedingt der richtige weg. ich ersuche daher alle weinfreunde die sich den aktuellen rotweinguide um ca. 12 euro gekauft haben ihre persönlichen bewertungsnotizen bei weinpapst.wordpress.com zu posten. so können wir gemeinsam ein breiteres spektrum an verkostungsmeinungen zusammenfassen und allen usern zugänglich machen. die bewertungen sind somit um vieles ehrlicher und unbeindruckter als wenn nur eine hand voll leute die weine verkostet und anschließen die punkte verteilt. die “falstaff sieger” gibts unter www.falstaff.at. weinpapst postet sie nicht für euch hier auf dieser seite weil - wie in den vergangen zeilen schon erwähnt - weinpast sich nicht mit der verkostungsphilosphie von falstaff identifiziert. in den nächsten tagen und wochen werdet ihr sicherlich die eine oder andere verkostungsnotiz von weinen aus diesem guide finden. kommentare und persönliche verkostungsnotizen sind erwünscht. in diesem sinne. schönes kosten bzw schmökern im guide. auf eure kommentare freut sich der weinpapst.

Dezember 11, 2007 um 11:00
Habe mit Spannung und Amüsanz den ehrlichen, äußerst interessanten und kritischen Bericht zum Falstaff vernommen. Finde es eine willkommene Abwechslung, den Spieß umzudrehen und dieses, fallweise überbewertete, Medium zu beleuchten. Dem Weinpapst ist dies mit viel Fingerspitzengefühl gelungen. Völlig richtig: Anhaltspunkte können gegeben, Richtungen angedeutet werden, aber Urteile zu fällen, ist bei einer “Geschmacksache” gelegentlich heikel. So vielfältig die Weinwelt ist, so vielfältig ist auch unser subjektives Empfinden ihrer unzähligen Geschmacksrichtungen. Lassen wir uns und dem Weinpapst die Freiheit, selbst zu verkosten und zu schmecken … Lang leben die Winzer Österreichs !